Kosten

 

Wir pflegen mit unseren Mandanten einen vertrauensvollen Umgang und legen großen Wert auf eine harmonische Zusammenarbeit. Dazu gehört aus unserer Sicht auch, dass wir über die Kosten, die bei unserer Beauftragung entstehen, offen sprechen und sie somit transparent machen. Nachfolgend finden sich hierzu ein paar grundlegende Informationen.

“Anwälte kosten doch nur Geld ... - oder?”


Es ist zweifellos richtig, dass wir mit unserer Dienstleistung Geld verdienen möchten und auch müssen. Richtig ist aber in vielen Fällen auch die Feststellung, dass sich Betroffene manches Mal viel Geld sparen könnten, wenn Sie sich zur rechten Zeit anwaltlichen Rat holen und damit Schwierigkeiten vermeiden würden. Dies gilt vor allem in den Bereichen des Zivilrechts im Zusammenhang mit Forderungen und Verträgen jeglicher Art. Aber auch diejenigen, denen ein strafbares oder auch nur ordnungswidriges Verhalten vorgeworfen wird, machen häufig verhängnisvolle Fehler, weil sie nicht oder nicht korrekt juristisch beraten wurden. So kommt es beispielsweise zu vorschnellen Angaben gegenüber der Polizei und zu Geständnissen, obwohl bei schweigendem Verhalten vielleicht nicht einmal die Täterschaft beweisbar gewesen wäre. Im schlechtesten Fall drohen aufgrund derartiger Fehler Verurteilungen, obwohl die Geld- oder gar Freiheitsstrafen und etwaige Konsequenzen für die Fahrerlaubnis oder den Führerschein hätten vermieden werden können.




Zivilsachen und Unfallsachen


Zu den zivilrechtlichen Mandaten zählen insbesondere die von uns behandelten Rechtsgebiete des Arbeitsrechts, des Familienrechts, des Erbrechts, des Schadens- und Haftpflichtrecht, des Verkehrsunfallrechts, des Vertragsrechts. In derartigen Angelegenheiten sind die Kosten für ein erstes Beratungsgespräch bei Verbrauchern nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz regelmäßig auf maximal 190 € zzgl. MwSt. beschränkt. Die Kosten für das anwaltliche Auftreten nach außen hin sind im Zivilrecht sowohl im außergerichtlichen, als auch im Gerichtsverfahren abhängig vom Gegenstandswert der Angelegenheit (Hinweis gemäß § 49b V BRAO). Im außergerichtlichen Bereich sind die Gebühren zudem abhängig v.a. vom Umfang und Schwierigkeitsgrad der anwaltlichen Tätigkeit (vgl. § 14 Abs.1 RVG). Im gerichtlichen Bereich hingegen sind die Gebühren im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz eindeutig fixiert. Sprechen Sie uns gerne im Einzelfall an. Wir werden dann die voraussichtlich entstehenden Kosten überschlägig beziffern. Bedenken Sie bitte außerdem, dass in Unfallsachen die Beauftragung eines Anwalts mit der Schadensregulierung in der Regel keine Kosten für den Geschädigten auslöst, wenn diesem keine Mitschuld zuzuschreiben ist. In derartigen Fällen werden unsere Gebühren und Auslagen meist vollständig von der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners getragen. Das Gleiche gilt in den meisten anderen Fällen des Haftpflicht- und Schadensrechts. Auch in vielen Forderungsfällen kann von der Gegenseite Ersatz der Anwaltskosten verlangt werden, wenn hierfür auf eine taugliche Rechtsgrundlage (beispielsweise Zahlungsverzug) zurück gegriffen werden kann.




Strafsachen und Bußgeldsachen


Hier gilt für eine Erstberatung bei Verbrauchern ebenfalls die grundsätzliche Beschränkung auf Kosten in Höhe von maximal 190 € zzgl. MwSt.. Die Kosten für das weitere Verfahren vor der Verwaltungsbehörde oder der Staatsanwaltschaft, aber ebenso jene für die Verteidigung vor Gericht sind insbesondere abhängig vom Umfang und Schwierigkeitsgrad sowie der Bedeutung der Angelegenheit für den Betroffenen bzw. Beschuldigten. Grundsätzlich sind die anwaltlichen Gebühren in diesen Bereichen mit bestimmten Betragsrahmen im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz vorgegeben. Auch hier beantworten wir Ihre Fragen gerne.




Vergütungsvereinbarungen


Es gibt Fälle, in denen die Vorgaben des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes kein aus-kömmliches Arbeiten des Rechtsanwalts ermöglichen, beispielsweise, weil einem relativ geringen Gegenstandswert in einer Zivilsache ein hoher Arbeitsaufwand gegenüber steht oder weil in einer Strafsache sich die Ermittlungsakte über mehrere Ordner erstreckt. In derartigen Fällen werden wir zum frühest möglichen Zeitpunkt mit Ihnen über eine sogenannte Vergütungsvereinbarung sprechen, die abweichend von den Regelungen im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz entweder eine Abrechnung auf Stundenbasis oder nach bestimmten Pauschalen vorsieht.




Beratungshilfe


Die sogenannte Beratungshilfe ist eine Sozialleistung für Rechtsuchende, die die Kosten für die Beratung und / oder außergerichtliche Vertretung durch einen Rechtsanwalt nicht aufbringen können und denen keine andere Möglichkeit zur Verfügung steht. Neben der damit angesprochenen Bedürftigkeit darf die angedachte Rechtsverfolgung auch nicht mutwillig sein. Sofern Sie meinen, einen Anspruch auf Beratungshilfe zu haben, müssen wir um Verständnis dafür bitten, dass Sie uns dies gleich zu Beginn des ersten Gesprächs mitteilen müssen, damit das Vorliegen der Voraussetzungen überprüft und alles weitere veranlasst werden kann. Anderenfalls riskieren Sie, dass die Kosten unserer Tätigkeit Ihnen persönlich zur Last fallen.




Prozesskostenhilfe / Verfahrenskostenhilfe


Auch bei der sogenannten Prozesskostenhilfe (in Familiensachen Verfahrenskostenhilfe genannt; kurz: PKH / VKH) handelt es sich um eine Sozialleistung für einkommensschwache Rechtsuchende. In Abgrenzung zu der Beratungshilfe sind die PKH bzw. VKH auf die Durchführung gerichtlicher Verfahren bezogen. In diesen Fällen gilt der zur Beratungshilfe stehende Hinweis entsprechend: Bitte teilen Sie es uns auch in Ihrem eigenen Interesse an der Vermeidung finanzieller Nachteile gleich zu Beginn des ersten Gesprächs mit, wenn Sie meinen, einen Anspruch auf PKH bzw. VKH zu haben.




Rechtsschutzversicherung


Sofern Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, die in Ihrem Fall eintrittspflichtig ist, übernehmen wir als besonderen Service für Sie den Schriftverkehr. Oftmals beschränken sich dann Ihre eigenen Kosten auf eine möglicherweise vereinbarte Selbstbeteiligung.